Informationen über Jeging auf Wikipedia

Wenn man auf der von Mattighofen nach Mattsee führenden Straße etwa 7 km aufwärts fährt, so erreicht man Jeging. Gerade dort, wo die Mattig das buchenreiche Engtal verläßt, haben fleißige Menschen vor langer Zeit diese Niederlassung gegründet. Während sich im Südwesten gewaltige Moränenhügel aufbauen, breiten sich nach allen anderen Richtungen fruchtbare Fluren aus, die im Osten und Westen von schattigen Wäldern begrenzt werden. Jeging ist eine sehr alte Siedlung und wird im Jahre 725 schon genannt. Der Name Jeging stammt wahrscheinlich von dem Namen "Jego", den wir heute "Ägid" schreiben. Die Kirche, dem hl. Stefan geweiht, erscheint urkundlich schon 735 und dürfte in ihrer heutigen Gestalt um 1600 entstanden sein. Jeging gehörte früher zur Pfarre Munderfing. Der Pfarrhof (heute Gemeindeamt) war einmal ein Edelsitz. Der Schloßherr Heinrich von Jeging wurde Klosterbruder in Michaelbeuern und schenkte sein Gut der Kirche. 1441 wurde der Pfarrsitz von Munderfing auf den einstigen Edelsitz nach Jeging verlegt und am Anfang des 18. Jahrhunderts erscheint Jeging als selbstständige Pfarre bzw. Gemeinde. Die Schule wurde in den Jahren 1860 und 1861 erbaut und dient heute als Pfarrhof. Der frühere Pfarrhof (Edelsitz) ist jetzt das Gemeindeamt. Jeging hat keine Industrie aber eine gute Gewerbestruktur. Auch die Landwirtschaft spielt eine nicht unbeträchtliche Rolle. In letzter Zeit entwickelt sich die Gemeinde eher zu einer Wohngemeinde, wobei die Berufstätigen bis Salzburg, Burghausen und Braunau zur Arbeit fahren.



Jeging